HINDERLICHE GLAUBENSSÄTZE LÖSEN

“Wie zum Teufel bringe ich dieses Teufelchen auf meiner Schulter zum Schweigen?”

Denkst Du Dir das auch oft, wenn Du gerade wieder dabei warst, Fahrt für Deine Vision und Deine Träume aufzunehmen? Voller Begeisterung willst Du losstarten und am besten noch heute als morgen mit Deiner Vision die Welt verbessern… und dann hast Du plötzlich diesen hinderlichen Glaubenssatz in Form dieser Stimme im Ohr:
– “Wer glaubst Du, wer Du bist?”
– “Träume leben ist nur etwas für Träumer!”
– “Bleib mal schön auf dem Teppich und somit im sicheren Job.”
– “Du bist noch nicht bereit – erst musst Du doch noch xy erledigen und Deine Weiterbildung beenden – und den Kurs buchen!“

Von Unstoppable zu HaltmalschöndieFüßestill

Aus Deinem Unstoppable-Gefühl wird dann ganz schnell ein HaltmaldieFüßestill-Gefühl und etwas betröppelt und depremiert gehst Du dann wieder zur Tagesordnung über.

Was ist passiert? Dein Teufelchen auf Deiner Schulter ist eigentlich gar kein Teufelchen, das Dir schaden will – sondern eher sowas wie eine treusorgende Glucken-Mama, die Dich vor Schmerz bewahren will.

Sie meint es gar nicht böse, sondern hat Sorge, dass Dir etwas zustoßen könnte. Deshalb möchte sie Dich vor allem, was Dir irgendwie schaden könnte, bewahren. Wie das zustande kommt habe ich HIER erörtert.
Kurzer Reminder: wir haben uns diese hinderlichen Glaubenssätze angeeignet, weil wir gelernt haben, dass sie uns so vor etwas Unangenehmen bewahren können.

Leider bewahren sie uns dann aber nicht nur vor etwas Unangenehmen, sondern auch vor posiviten Erlebnissen und unserer persönlichen Weiterentwicklung und Entfaltung.

Hinderliche Glaubenssätze lösen - so kannst Du vorgehen

Wie können wir also diese hinderlichen Glaubenssätze lösen?

Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten – heute stelle ich Dir die DoItYourself-Lösung vor – zum Einstieg völlig bodenständig. 😉

Nimm Dir Papier und Stift zur Hand und mach es Dir gemütlich. Leg die Hände auf Deinen Bauch und atme ein paar Mal tief, aber ohne Anstrengung ein und aus. Beobachte Deinen Atem, wie er ein- und ausströmt – solange, bis Du das Gefühl hast, zentriert zu sein. Schick Deinen Verstand in den Urlaub und zieh Dein Herz zu Rate.

Dann lass Deinen hinderlichen Glaubenssatz, der gelöst werden will, in Dein Bewusstsein treten.
Was kommt, wenn Du Dir den Satz vor Deinem inneren Auge ansiehst?

Schreib es auf. Völlig unvoreingenommen und bewertungsfrei.

Interview mit Deinem Unbewussten

Frage Dich nun folgende Fragen und notiere alles, was kommt:

  • Wenn ich wüsste, wann ich diesen Satz zum ersten Mal gehört habe, wann war das?

  • Wenn ich wüsste, warum ich mir diesen Satz angeeignet habe, warum habe ich ihn mir angeeignet?

  • Was habe ich gedacht, gefühlt, usw.?

  • Was kam dann?

  • Warum?

  • Und dann?

Grabe immer tiefer in Dein Unterbewusstsein – wichtig: auch wenn etwas völlig Komisches auftaucht, mit dem Du erstmal nichts anfangen kannst, schreib es trotztdem auf – das ist ein Zeichen dafür, dass Dein Unterbewusstsein anfängt, mit Dir zu sprechen.

Den Kern-Glaubenssatz umprogrammieren

Gehe immer tiefer – solange, bis Du das Gefühl hast, am Kern-Glaubenssatz angekommen zu sein.
Dann gehe bitte Schritt für Schritt folgenden Ablauf durch:

– Schreib Dir diesen Kern-Glaubenssatz auf das Papier
– Dann frag Dich: Was war positiv daran, diesen Satz zu glauben?
– Wenn es etwas Positives gäbe, das Du daraus gelernt haben könntest, was wäre das?
Schreib Dir auch das auf.
Und nun ist es an der Zeit, den Glaubenssatz loszulassen.
Um dies zu tun, bedanke Dich, bei Deinem Glaubenssatz, dass er Dir gedient hat und verabschiede Dich von ihm, indem Du ihm sagst, dass Du ihn heute nicht mehr brauchst.

Sag Dir dann:
„ Ich kann (das Positive, was Du gelernt hast) auch ohne (den Kernglaubenssatz) leben.“

Formuliere Dir den Kernglaubenssatz um.
Mit dieser Vorgehensweise „programmierst“ Du Dein Unterbewusstsein ins Positive um.

Ein Beispiel

Hier ein Beispiel:

Kern-Glaubenssatz: „Wenn ich mich zeige, wie ich bin, werde ich abgewiesen.“

Positive Lernerfahrung: „Ich kann gut mit mir alleine sein und genieße es sogar zeitweise.“

Neues Programm: „Ich kann gut mit mir alleine sein, ohne dass ich erst abgewiesen werden muss.“ oder „Ich darf mich zeigen, wie ich bin, ohne Angst haben zu müssen, abgewiesen zu werden.“

Umformulierung: „Ich darf so sein, wie ich bin und habe gleichzeitig genug Raum für mich.“

Fühl in diesen neuen Glaubenssatz hinein – wie fühlt er sich an?

Falls Dein alter Glaubenssatz jemals wieder auftaucht, “überschreibe” ihn mit Deinem neuen Glaubenssatz.
Dein Bewusstsein darf sich neu programmieren – das ist wie Yoga für den Geist.

Es gibt noch weitere Möglichkeiten, Deine hinderliche Glaubenssätze zu lösen.
Das hat dann schon mehr mit Energien zu tun. Darüber schreibe ich demnächst. 😉

Teile gerne in den Kommentaren, wie es Dir mit der DIY Glaubenssätze lösen-Methode ging.